EUMICON Dinner Debatte im Europäischen Parlament.

25. November 2018

Rohstoffe – Building a new world. Made in Europe.

Die beiden Megatrends digitale Transformation und Energiewende rücken Rohstoffe und deren Verfügbarkeit zunehmend in den Mittelpunkt der Politik. Die EU beschäftigt sich vermehrt damit, wie der Zugang zu Rohstoffen als Grundlage für industrielle Wertschöpfungsketten der Zukunft zu sichern ist.

Vor diesem Hintergrund hat PANTARHEI ADVISORS für die europäische Rohstoffplattform EUMICON am 20. November 2018 eine hochrangige Stakeholder-Veranstaltung im Europäischen Parlament initiiert. Die EUMICON Dinner-Debatte stand unter dem Thema: „Today’s raw materials for tomorrow’s products: a new global race for raw materials?“.

Die Dinner-Debatte galt als krönendes Abschlussevent der Europäischen Raw-Materials-Week. Ein hochkarätiges Expertenpanel präsentierte sich den über 60 High-Level Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Forschung und NGOs. Gwenole Cozigou, Direktor der Generaldirektion für industriellen Wandel und moderne Wertschöpfungsketten in der EU-Kommission, Stefan Borgas, CEO von RHI Magnesita, Christian Egenhofer vom Center for European Policy Studies (CEPS), Jill Duggan, Beraterin der Sandbag NGO und Peter Scherrer, Vize-Generalsekretär der Europäischen Gewerkschaftsunion bereicherten die inhaltliche Diskussion.

Dazu fungierten die EU-Abgeordneten Paul Rübig (Österreich), Peter Kouroumbashev (Bulgarien), Indrek Tarand (Estland), Barbara Kappel (Österreich) sowie Daniel Caspary (Deutschland) als Schirmherren der jeweiligen Tische, an denen einzelne Gesprächspunkte der Paneldiskussion vertieft wurden.

Europa als selbstbewusster und starker Akteur auf dem Weltmarkt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Zukunft der europäischen Rohstoffindustrie. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen für die gesamte Rohstoffindustrie gab es zwei Kernanliegen für EUMICON. Sowohl die Diskussion möglicher Lösungsansätze als auch die bewusste Miteinbeziehung aller Interessengruppen wurden besprochen.

Es entstand der breite Konsens, dass die Welt mehr denn je ein starkes, selbstbewusstes und vereintes Europa braucht. Nur so kann die Position als Branchenführer behauptet werden. Insbesondere gilt dies in Bezug auf die Rohstoffindustrie. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand zudem die Frage, ob und wie politische Entscheidungsträger einen Rahmen schaffen können, der anspruchsvolle Innovationen für eine wettbewerbsfähige europäische Industrie ermöglicht. Verschiedene Wortmeldungen unterstrichen die Notwendigkeit, dass einerseits der Abbau von bürokratischen Investitionshemmnissen und andererseits der Ausbau von arbeitstechnischen Anreizen realisiert werden müsste, um dem europäischen Marktführungsanspruch dauerhaft gerecht werden zu können.

Die Dinner-Debatte offenbarte , dass der Spagat zwischen der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Rohstoffindustrie und der sektoralen Anpassung an die ambitionierten Klimaziele der Europäischen Union die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre sein wird.

Hintergrund der Veranstaltung.

EUMICON (European Mineral Resources Confederation) ist eine Netzwerkplattform für strategische Diskussionsprozesse und Technologie-Transfer rund um das Thema mineralischer Rohstoffe. Die EUMICON Dinner-Debatte war ein weiterer Meilenstein in einer Reihe von Veranstaltungen des initiierten EUMICON-Stakeholderdialogs. Insgesamt gab es eine Beteiligung von 113 Teilnehmern und 778 Stakeholdern an vier europäischen Standorten. Mehrere Workshops und Konferenzen mit verschiedensten Interessenträgern wurden in den vergangenen Monaten abgehalten, um den Dialog über die wichtigsten Ziele von EUMICON zu vertiefen.